Hierbei handelt es sich um einen, meist direkt vor der Bühne entstehenden Kreis, in dem Fans auf Konzerten und Festivals miteinander pogen und tanzen. Wobei sich die teilnehmenden Personen im Takt der Musik gegenseitig anrempeln, schubsen und springen. Entstanden ist der Begriff Moshpit in den Achtzigerjahren und kommt aus dem Thrash Metal.
Vor allem aus der Vogelperspektive sind Moshpits eine imposante Angelegenheit. Je mehr Leute mitmachen, umso anschaulicher.
Energien rauslassen
Ein Moshpit eignet sich genial, um angestaute Energien rauszulassen. Beim Moshen denkt niemand daran, wie er gerade aussieht. Es geht nur um den Spaß. Da es allen Teilnehmern gleich geht, entsteht unter den Leuten innerhalb eines Moshpits sehr schnell ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Verstärkt durch den gemeinsamen Musikgeschmack und die Tatsache, dass alle aufeinander aufpassen. Nicht wenige Festival-Bekanntschaften beginnen in einem Moshpit.
Ist ein Moshpit aggressiv?
Einen Moshpit gibt es meist bei den Musikrichtungen, die von vielen Menschen als laut und aggressiv beschrieben werden: Heavy Metal, Punk und Oi seien hier als Beispiel genannt. Die Form der Zelebrierung eines härteren Tanzstils ist also eine logische Ausdrucksform dieser härteren Musikrichtungen. Die Teilnehmer sind genauso wenig aggressiv wie die Musik an sich. Das merkt man schon daran, dass die Leute innerhalb eines Moshpits gut aufeinander aufpassen.
Regeln
Kurz gesagt: Arme am Körper lassen und Augen auf. Jemanden mit der Schulter anzurempeln, tut keinem weh. Außenstehende werden nicht integriert oder angerempelt. Wenn jemand nicht mitmachen will, wird das respektiert.
Wer jemanden zu Boden gehen sieht, hilft ihm auf. Das passiert übrigens seltener, als man anfangs annimmt. Mit etwas Erfahrung hat man sehr schnell raus, wie man sich bewegen kann, ohne hinzufallen. Dennoch ist eine gewisse Grundvorsicht stets geboten. Vor allem, da auf Konzerten und Festival entsprechend viel Alkohol fließt.
Verschiedene Versionen
Ein Moshpit kann in mehreren Varianten auftreten. Beim sogenannten »Circle Pit« wird eine Richtung vorgegeben, in der sich die Teilnehmer tanzend bewegen.
Bei der sogenannten »Wall of Death« wird das Publikum in zwei Hälften geteilt, die nach einem Signal aufeinander losstürmen. Dies endet dann in einem riesigen Moshpit. Auch hier gilt: Wer nicht mitmacht, wird in Ruhe gelassen.
Moshpit als Mutprobe?
Sich unter die schnell bewegenden und gegenseitig schubsende Menge zu begeben, erfordert beim ersten Mal etwas Überwindung. Doch wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, hat ein neues Konzerterlebnis für sich entdeckt.
Wem es nicht gefällt, kann den Pit wieder verlassen. Dies wird von den Teilnehmern respektiert und die Leute zurück in die eher still stehende Menge gelassen. Kein Drängen oder weitere Versuche, jemanden zum Mitmachen zu bewegen. Wer nicht will, will halt nicht. Fertig. Da wünscht man sich manchmal, dass es in manchen Lebenslagen so einfach wäre wie in einem Moshpit.