{"id":683,"date":"2026-08-25T21:33:14","date_gmt":"2026-08-25T21:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/weinard.website\/?p=683"},"modified":"2026-08-25T21:33:15","modified_gmt":"2026-08-25T21:33:15","slug":"reisebericht-albena-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weinard.website\/?p=683","title":{"rendered":"Reisebericht Albena 2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Albena Urlaub 04.08.2026 bis 20.08.2026<br>Hotel: Gergana Beach<br>Reiseveranstalter: Schauinsland Reisen<br>Fluggesellschaft: Discover Airlines<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Albena &#8211; Beautiful by nature<\/strong><br>Dieser Slogan beschreibt das \u00d6rtchen Albena sehr gut. Klares Meer, wei\u00dfen Strand und direkt dahinter einen dichten Wald findet man sonst kaum. Der gesamte Ort ist auf Tourismus ausgelegt. Somit ist das St\u00e4dtchen zwischen Oktober und Mai quasi menschenleer.<br>Wer sich einen \u00dcberblick \u00fcber die Lage vor Ort machen will, kann dies entweder mit dem Stadtbus oder einem nett aussehenden Zug machen. Die Rundreise einmal durch Albena kostet mit dem Zug f\u00fcnf Euro pro Person. Der Bus ist, je nach Hotelbuchung, im Preis inbegriffen. Albena besteht haupts\u00e4chlich aus Hotels. Doch es befinden sich au\u00dferdem eine Reitanlage, ein Wasserpark mit einigen Wasserrutschen, ein Tanzclub sowie eine Minigolfanlage in diesem Ort. Es gibt eine Kartstrecke f\u00fcr Kinder bis 14 Jahre und einen Basar. Alles ist bequem mit Bus oder Zug vom Hotel aus zu erreichen. Die Strandpromenade lockt mit Spielpl\u00e4tzen, Imbissbuden und Cocktail Bars. Hier kann es abends dann auch einmal lauter werden.<br>Durch den Wald gibt es Wanderwege, auf denen mitunter noch alte Bauten aus kommunistischen Zeiten zu sehen sind.<br>Einige Hotels liegen bereits in einem Gebiet, wo der Naturschutz hochgehalten wird. Diese Hotels d\u00fcrfen nicht mit Verbrennermotor angefahren werden. Zu diesem Zweck stehen dann kleine Elektro-Shuttle-Busse bereit. Entsprechend ruhig ist die Lage dieser Hotels.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hotel Gergana Beach<\/strong><br>Dieses kinderfreundliche Hotel hat bei Check24 die mit Abstand besten Bewertungen. Zurecht.<br>Die Rezeption ist stets ausreichend besetzt und meist dreisprachig. Unterhaltungen k\u00f6nnen meist sogar komplett auf deutsch gef\u00fchrt werden. S\u00e4mtliche n\u00f6tigen Brosch\u00fcren liegen bereit. Daneben ist ein Schalter zum Geldwechseln, auch wenn dies kaum noch n\u00f6tig ist, da die Bulgaren mittlerweile auch den Euro haben.<br>Die Zimmer haben eine ausreichende Gr\u00f6\u00dfe. Die kostenlose Minibar wird jeden Tag mit einer Flasche Wasser, einer Pepsi und einem Bier aufgef\u00fcllt. Ein Wasserkocher steht ebenfalls bereit. Die Klimaanlage und das Badezimmer wirken nach westeurop\u00e4ischen Standard veraltet, funktionieren aber einwandfrei. In jedem Zimmer gibt es einen Safe. Um auf die Zimmer zu gelangen, bekommt man kreditkartengro\u00dfe Schl\u00fcsselkarten. Diese geben aber immer mal wieder den Geist auf und m\u00fcssen an der Rezeption erneut aktiviert werden. Zusammen mit den Schl\u00fcsselkarten bekommt man Towel Karten. Diese k\u00f6nnen beim Bademeister gegen Badet\u00fccher eingetauscht werden. Diese k\u00f6nnen nachmittags von 16 bis 17 gegen Frische ausgetauscht werden. Das erspart nach dem Strandbesuch jede Menge Arbeit auf dem Hotelzimmer. Und es packt sich einfacher, wenn man weniger Handt\u00fccher mitnehmen muss. Trotzdem sollte man nicht ganz auf eigene Handt\u00fccher verzichten. Allein schon, um nach einem Besuch im Meer seine Liege leichter wiederfinden zu k\u00f6nnen.<br>A propos: zu jeder Zimmerreservierung geh\u00f6ren jeweils 2 Liegen und ein Sonnenschirm am Strand. Freie Platzwahl, nur die ersten beiden Reihen kosten extra.<br>Jeder Sonnenschirm ist mit vier Haken ausgestattet, an denen sich Badetaschen oder nasse Sachen zum Trocknen aufh\u00e4ngen lassen.<br>Der Strand vor dem Gergana Beach Hotel geh\u00f6rt zu den besten in Albena. Es gibt so gut wie gar keine Steine, nur weichen Sand. Der Zugang zum Meer ist flach und erstreckt sich auf locker hundert Metern. Die Kinder k\u00f6nnen immer noch stehen, obwohl sie bereits drei\u00dfig Meter im Meer sind. F\u00fcr Eltern sehr beruhigend.<br>Der Strand ist sehr sauber. Die Liegen werden jeden Abend vom Personal gereinigt. Die Rettungsschwimmer nehmen ihren Job ernst und drehen regelm\u00e4\u00dfig ihre Runden. Wer nicht ins Meer m\u00f6chte, kann sich im Pool vergn\u00fcgen. Bei einer Wassertiefe von 1,30 Meter ideal f\u00fcr Kinder. Direkt daneben gibt es auch ein Becken f\u00fcr die ganz kleinen G\u00e4ste.<br>Zu den einzelnen Stockwerken f\u00fchrt eine Treppe oder insgesamt vier Fahrst\u00fchle. Einer davon entspricht dem westeurop\u00e4ischen Standard, die anderen wirken veraltet. Funktionieren tun aber alle problemlos.<br>Zu jedem Zimmer gibt es einen kleinen Balkon. Und damit ist wirklich klein gemeint. Auf jeden dieser Balkons befindet sich ein W\u00e4schest\u00e4nder. Perfekt, um nach dem Strandbesuch seine nassen Sachen aufzuh\u00e4ngen. Klammern gibt es allerdings keine. Somit eignet sich der Balkon perfekt f\u00fcr nasse Sachen und zum Auslagern der sperrigen Reisekoffer. Zum Balkon f\u00fchren zwei Schiebet\u00fcren. Eine davon ist f\u00fcr das Fliegengitter. L\u00e4stige Besucher bleiben drau\u00dfen.<br>Mit Betreten der Hotelanlage ist man mit dem kostenlosen WLAN des Hotels verbunden. Die Verbindung flackert ab und zu mal. Auch ein Ausweichen auf den Albena Hotspot bringt keine Verbesserungen. Mit der Internetverbindung lassen sich problemlos Mails checken und auch Musik \u00fcber Spotify &amp; Co. h\u00f6ren. Gr\u00f6\u00dfere Dateien hochzuladen oder Spiele im Internet zu spielen, k\u00f6nnte aber schwierig werden.<br>Das Reinemach-Personal ist ebenfalls sehr freundlich und besteht zum Teil aus echten K\u00fcnstlern. Neue Handt\u00fccher werden mitunter schonmal in Form eines Tannenbaums, Blume oder Tieres gefaltet hinterlassen.<br>Wer im Gergana eincheckt, der sollte sich f\u00fcr All Inklusiv entscheiden. Das Buffet ist sowohl morgens, mittags wie abends sehr reichhaltig und abwechslungsreich. Selbst Au\u00dfergew\u00f6hnliches wie Hai, Schwertfisch oder Kaviar ist hier regelm\u00e4\u00dfig zu finden. W\u00e4hrend der Mahlzeiten l\u00e4uft extra Abr\u00e4umpersonal im Speisesaal umher und sammelt dreckiges Geschirr ein. Auch diese Leute haben stets ein offenes L\u00e4cheln f\u00fcr die vielen Kinder, die das meist asiatische Personal unverhohlen anstarrt.<br>Wer zwischen den Mahlzeiten Hunger versp\u00fcrt, wird an der Poolbar mit Snacks versorgt. Getr\u00e4nke gibt es direkt am Anfang des Strandes. Hier allerdings verst\u00e4ndlicherweise nur in Pappbechern.<br>Direkt neben dem Hotel gibt es ein Einkaufsl\u00e4dchen f\u00fcr alles, was man bei der Anreise vergessen hat. Achtung: Die Tube Sonnencreme kostet hier bis zu 30 (in Worten: drei\u00dfig) Euro. Alles andere, wie Sandspielzeug, Handt\u00fccher oder Strandklamotten, k\u00f6nnen hier problemlos und zu fairen Preisen nachgebaut werden. Postkarten k\u00f6nnen hier direkt mit den dazugeh\u00f6rigen Briefmarken erworben werden. F\u00fcr die bequemeren G\u00e4ste stehen hier auch schon fertig aufgeblasene Schwimmreifen zum Mitnehmen bereit. Nur die Sonnencreme sollte man selbst mitbringen.<br>Zum All Inklusiv geh\u00f6rt auch freie Fahrt mit der Buslinie 3, die einen durch Albena f\u00e4hrt.<br>Der H\u00f6hepunkt der Animation besteht aus der drei\u00dfigmin\u00fctigen Kinderdisco, die fast jeden Abend stattfindet. Diese wird zwar aufgrund der sich st\u00e4ndig wiederholenden Lieder f\u00fcr die Erwachsenen schnell langweilig. Aber die Kinder fahren voll drauf ab, tanzen mit und gehen danach erledigt ins Bett. Die Animateure sind sich nach dem Auftritt auch nicht zu schade, sich mit den Kindern fotografieren zu lassen und H\u00e4nde abzuklatschen.<br>Im Anschluss folgt meist eine weitere Animation. F\u00fcr Erwachsene gedacht, aber es sind auch hier die Kinder, die ordentlich mitmachen.<br>Der Clubsong vom Gergana Beach Hotel ist Jambo Mambo von Volker Rossier. Entsprechend oft wird dieses Lied von den Animateuren auf der B\u00fchne zelebriert.<br>Hat man sich dann irgendwann auf sein Zimmer zur\u00fcckgezogen, herrscht tats\u00e4chlich Ruhe. Bei den G\u00e4sten handelt es sich meist um Familien mit kleinen Kindern, und die machen nachts nicht bis ultimo durch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ab in den Urlaub<\/strong><br>Nachdem jeder aus der Familie vom Bulgarien Urlaub 2025 am Goldstrand sehr angetan war, wollten wir eine Wiederholung. Selbes Hotel, Gergana Beach in Albena, Bulgarien. Die Reise wurde wieder \u00fcber Check24 gebucht, da sich dies bereits letztes Jahr als unkompliziert und kompetent bew\u00e4hrt hat. Da Reiseziel und Hotel schnell feststand, ging es nur noch um die genauen Zeiten und den Preis. Hier half es, dass Check24 bei den Black Friday Angebotswoche mitmacht. Ein paar Prozent Rabatt schlagen bei einem Jahresurlaub schon ins Gewicht. Nur der Reiseveranstalter vom letzten Jahr, TUI, stand nicht mehr zur Auswahl. Also fiel die Wahl auf Schauinsland, da diese auch einer der gr\u00f6\u00dferen Anbieter sind.<br>Der erste Unterschied kommt mit den Reiseunterlagen: Hier bekommt man bereits die Handynummer des Ansprechpartners vor Ort. Die gab es bei TUI erst im Hotel beim Treffen der jeweiligen Person. Okay, es kommt bestimmt v\u00f6llig aufs Gleiche heraus. Aber die Daten bereits im Vorfeld beisammen zu haben, vermittelt ein beruhigendes Gef\u00fchl. Erster Pluspunkt f\u00fcr Schauinsland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Tag vor Anreise bekommt die Vorfreude einen ersten D\u00e4mpfer. Der Online-Check-in f\u00fcr den Hinflug funktioniert nicht. Buchung nicht gefunden.<br>Ein Anruf bei einem sehr kompetenten Mitarbeiter von Check24 bringt Licht ins Dunkle. Der Check-in funktioniert nicht \u00fcber die Website der Fluggesellschaft, sondern muss \u00fcber Schauinsland gemacht werden. Den Link hierf\u00fcr findet man auf Seite zwei der vor Monaten zugesandten Rechnung. Au\u00dferdem muss die erste Zahl der Buchungsnummer durch ein C ersetzt werden. An diese Information w\u00e4re ich ohne Telefonat nicht rangekommen.<br>Ist diese H\u00fcrde erst einmal genommen, geht der Online-Check-in reibungslos. Dennoch bleibt ein Schockmoment, der nicht h\u00e4tte sein m\u00fcssen. Punktabzug f\u00fcr Schauinsland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann ging es endlich los. Da der Flug bereits um 05:05 morgens ging, bestellten wir das Taxi auf 02:00. Der Shuttle Service war p\u00fcnktlich und ein sehr zuvorkommendes Personal am Flughafen erkl\u00e4rt uns, wie wir am Automaten einchecken und die Koffer abgeben. Selbst die Handgep\u00e4ckkontrolle flutscht aufgrund der fr\u00fchen Uhrzeit einfach durch. Somit sitzen wir um 03:15 bereits im Abflugbereich und warten auf unser Flugzeug.<br>Hier entsteht die erste Wartezeit, da das Einchecken erst ab 04:20 m\u00f6glich. Kommt mir etwas kurz vor, da die Maschine um 05:05 starten soll, aber die werden schon wissen, was sie tun.<br>Tats\u00e4chlich geht auch das razzfazz. Der Flieger landet p\u00fcnktlich in Varna. Dort steht der Shuttlebus bereit und wir erreichen gegen 11:30 unser Ziel.<br>Das Einchecken im Hotel verl\u00e4uft noch einfacher als letztes Jahr. Ich muss der Rezeption die Mail von Check24 mit den Reiseunterlagen weiterleiten. Schon d\u00fcrfen wir aufs Zimmer. Erstmal ausruhen, dann ab ans Buffet und danach an den Strand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Urlaub hat begonnen.<\/strong><br>Der erste richtige Urlaubstag beginnt mit dem wie gewohnt reichhaltigen Buffet. Anschlie\u00dfend steht ein Treffen mit dem Reiseleiter auf dem Programm. Der Termin dauert ziemlich genau 30 Minuten. Ausger\u00fcstet mit Infos, allen n\u00f6tigen Notrufnummern, Brosch\u00fcren und den ersten Bulgarischkenntnissen geht es zur\u00fcck an den Strand. Dachte ich. An meiner Zimmert\u00fcr h\u00e4ngt ein Zettel, dass wir uns bei der Rezeption melden sollen. Dort angekommen, wurde mir, schon nicht mehr ganz so freundlich, mitgeteilt, dass ich mich nicht angemeldet h\u00e4tte. Also leite ich ihnen die Mail mit den Reiseunterlagen nochmal weiter und bleibe dieses mal so lange, bis sie sie bekommen haben. Die Mail kommt an und ich bekomme gesagt, dass ein Teil der Reservierung fehlen w\u00fcrde. Ich erkl\u00e4re der Rezeptionsdame, dass sie weiter nach unten scrollen muss. Und auf einmal ist alles wieder tutti und das Personal freundlich.<br>Nun aber tats\u00e4chlich an den Strand und ab ins Meer.<br>Das sch\u00f6ne am Schwarzen Meer ist, dass es nicht so viel Salz enth\u00e4lt wie die Nordsee oder das Mittelmeer. Da k\u00f6nnen auch mal die Kinder von einer Welle \u00fcbersp\u00fclt werden, ohne dass es Tr\u00e4nen gibt. Entsprechend lustig verlaufen die Ausfl\u00fcge in das angenehm aufgeheizte Meer.<br>W\u00e4hrenden der abendlichen Kids Disco findet die Tochter ihre erste von insgesamt drei Urlaubsbekanntschaften. Wie das bei Kindern in dem Alter \u00fcblich ist, handelt es sich um Liebe auf den ersten Blick und die zwei M\u00e4dels sind von diesem Moment an unzertrennlich.<br>Nach der Kinderdisco gibt es noch Live Musik. Eine S\u00e4ngerin spielt bekannte Songs nach. Eigentlich f\u00fcr Erwachsene gedacht, aber es tanzen haupts\u00e4chlich wieder die Kinder. Zugegeben, die machen auch um einiges mehr Stimmung.<br>Anschlie\u00dfend geht es gut gelaunt aufs Hotelzimmer und ins Bett.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der harte Alltag am Strand<\/strong><br>Der n\u00e4chste Tag beginnt teuer. Wir buchen uns n\u00e4mlich gleich drei Ausfl\u00fcge. Einen Tagesausflug nach Nessebar und einen nach Baltschik. Au\u00dferdem wollten die Kinder an einer Jeep Safari querfeldein durch Bulgarien teilnehmen.<br>F\u00fcr den, wie noch vom letzten Jahr bekannt, freundlichen Roomservice lege ich Trinkgeld bereit. Damit Sie es auch annehmen, schreibe ich einen Zettel mit dem Wort House Keeping. Meine Tochter malt einen Smiley dazu.<br>Danach geht es zuerst in den Pool und sp\u00e4ter ins Meer.<br>Zur\u00fcck im Zimmer wartet eine \u00dcberraschung: Der Roomservice hat unsere neuen Handt\u00fccher in Form eines Schwans gefaltet auf dem Bett hinterlassen und sich schriftlich f\u00fcr das Trinkgeld bedankt.<br>Nach der Kinderdisco gibt es ein Disney Quiz. Aus datenschutzrechtlichen Gr\u00fcnden wird an dieser Stelle nicht verraten, wie viele Filme ich von den 25 erkannt habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Master of the Ring<\/strong><br>Wenn meine Tochter ins Meer geht, dann grunds\u00e4tzlich nur mit ihrem Schwimmreifen. Den hat sie n\u00e4mlich kurz vor Urlaubsbeginn von ihrer besten Freundin als Geburtstagsgeschenk bekommen. Heute gehen aber einige Wellen und die gelbe Fahne ist gehisst. Meine Tochter taucht kurz unter und l\u00e4sst dabei den Reifen dabei los. Schon ist es passiert. Das Ding wird von den Wellen mitgezogen. Leider in die von uns aus gesehen falsche Richtung. Meine Versuche, hinterherzukommen sind vergebens und enden durch einen Pfiff des Rettungsschwimmers. W\u00e4hrend ich mit meiner weinenden Tochter auf dem Arm aus dem Wasser wate, versuchten noch weitere Badeg\u00e4ste, den Reifen zu erwischen. Einer von ihnen schafft es tats\u00e4chlich. Ca 20 Jahre j\u00fcnger und um einiges durchtrainierter als ich. Kurz darauf kommt einer der Rettungsschwimmer zu uns und erkl\u00e4rt sachlich, dass Schwimmreifen weiter drau\u00dfen im Meer nichts verloren haben. Meine Tochter l\u00e4sst den wiedergewonnenen Reifen nicht mehr los und hat eine wichtige Lektion gelernt.<br>Nach dem Schreck m\u00f6chte ich mir ein Bier an der Strandbar holen. Pl\u00f6tzlich steht mein Sohn neben mir. Er hat Schmerzen in der Brust und ich soll mit ihm zur Rotkreuzstation gehen. Ich lasse das Bier zur\u00fcckgehen und gehe mit meinem Sohn zur Rezeption. Der Erste, den wir dort ansprechen, wird nach der Beschreibung unseres Anliegens sichtlich nerv\u00f6s. Die Zweite hat schon das Handy gez\u00fcckt und will einen Notarzt rufen. Die dritte ber\u00e4t uns \u00fcber die M\u00f6glichkeiten und wir werden anschlie\u00dfend zum Rotkreuz Zimmer des Hotels begleitet. Dort wird der Blutdruck gemessen und die Symptome diskutiert. Blutdruck ist normal. Wir entscheiden uns dazu, im Zimmer auszuruhen.<br>Die Frau, die mit uns zum Rotkreuz ging, war \u00fcbrigens dieselbe, die mich wegen der fehlenden Mail angesprochen hatte. Selber Tonfall, vielleicht klingt sie einfach generell nicht ganz so freundlich wie die anderen, macht ihren Job aber sehr gut.<br>Ein dicker Pluspunkt f\u00fcr die Leute an der Rezeption sowie die Rettungsschwimmer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Halbtagesausflug Baltschik und Kap Kaliakra<\/strong><br>(Erwachsene 47 Euro, Kind 30 Euro)<br>Da wir heute unseren ersten Ausflug unternehmen, fragt meine Frau beim Fr\u00fchst\u00fccksbuffet nach, ob wir uns etwas f\u00fcr unterwegs mitnehmen d\u00fcrfen. Prompt werden uns aus der K\u00fcche zwei Lunchboxen zum Bef\u00fcllen \u00fcberreicht.<br>Auf dem Weg dorthin treffen wir auf die Rezeptionsdame, die sich sogleich erkundigt, ob es meinem Sohn wieder besser geht. Da wir den Vormittag in unseren Zimmern verbringen, bekommen wir mit, wie der Room Service unsere Minibar wieder auff\u00fcllt. Die beiden Mitarbeiter aus Bali stellen sich bei der Gelegenheit mit Handschlag namentlich vor und haben Zeit f\u00fcr ein kurzes Pl\u00e4uschchen. Alles sehr sympathisch.<br>Nun geht es los. Mit einem ausgesprochen neu aussehenden Daimler Reisebus starten wir unseren ersten Ausflug. W\u00e4hrend wir die ersten bulgarischen Ortschaften durchqueren, versorgt uns der Reiseleiter \u00fcbers Mikro mit Hintergrundinformationen.<br>Erster Halt ist Kap Kaliakra. Steinerne Statuen laden zum Fotografieren ein, doch der Bus f\u00e4hrt noch weiter. Am Ziel angekommen, erwartet uns ein bombastischer Ausblick auf das Schwarze Meer. Doch es geht noch weiter. Insgesamt zwei Kilometer ist dieses Kap lang. Die Strecke lohnt sich. Denn wer den anf\u00e4nglichen Ausblick schon gut fand, wird nun \u00fcberw\u00e4ltigt sein. Durch einen mittelalterlich anmutenden Torbogen geht es zu einem Restaurant. Dahinter geht es weiter bis zu einem Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt. Hier wird deutlich, dass man sich in der ehemaligen Sowjetunion befindet. Auch wenn der St\u00fctzpunkt mittlerweile von der Nato genutzt wird.<br>Nun geht es zur\u00fcck zum Bus. Es ist zwar erst die erste H\u00e4lfte des Trips vorbei, aber schon jetzt ist allen klar, dass es sich gelohnt hat.<br>Bis nach Baltschik dauert es nicht lange. Der dicke Reisebus h\u00e4lt allen Ernstes mitten in einem Kreisel, um die Passagiere aussteigen zu lassen. Niemand hupt. Kein Mensch beschwert sich. Die Bulgaren sehen die Sache wohl um einiges lockerer als die Deutschen.<br>Am Hafen von Baltschik wartet ein Boot auf uns, mit der wie eine vierzigmin\u00fctige Spritztour machen d\u00fcrfen. Der Gro\u00dfteil des Schiffes ist \u00fcberdacht, was die Sonnenbrandgefahr erheblich eind\u00e4mmt. Die Crew serviert sogar f\u00fcr jeden ein Getr\u00e4nk. Wir erwischen einen mitunter etwas heftigeren Seegang. Den anwesenden Kindern gef\u00e4llt das Geschaukel, aber ich bin ehrlich gesagt froh, bald wieder an Land gehen zu k\u00f6nnen. Der anschlie\u00dfende Bummel- und Shoppingausflug verl\u00e4uft eher unspektakul\u00e4r. An der Promenade kann man einen Blick auf kleine Str\u00e4nde und die dort eng nebeneinanderliegenden Menschen werfen. Die L\u00e4den bieten den typischen Touris-Krempel. In einem Laden, der auch Fanartikel anbietet, finde ich Tassen von Donald Trump, Kim Jong-Un, Wladimir Putin und Erwin Rommel. Ich frage mich, wo ich hier gelandet bin, und verlasse den Stand.<br>Es wird Zeit, zur\u00fcckzufahren. Der Bus f\u00e4hrt wieder in besagten Kreisel, h\u00e4lt dort an und wir steigen ein. Da allerdings noch vier G\u00e4ste fehlen, erfahre ich vom Reiseleiter, dass sie ein Zeitfenster von zwei Minuten in diesem Kreisel haben. Doch schon kommen die Vermissten angelaufen. Kurz darauf sind wir auch schon wieder im Gergana Beach Hotel und st\u00fcrmen hungrig das Buffet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Halbtagesausflug Jeep Safari<\/strong><br>(Erwachsene 70 Euro, Kind 50 Euro)<br>P\u00fcnktlich zum Treffpunkt f\u00e4hrt ein Military Jeep aus russischen Best\u00e4nden recht sportlich beim vereinbarten Treffpunkt vor. Eine kurze Vorstellung mit Vorzeigen des Buchungszettels wird mit: \u00bbDas ist meine Bande\u00ab kommentiert. Schnell wird klar: Heute gilt ein recht lockerer Tonfall. Kaum sind wir eingestiegen, bekommt mein Sohn das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Zugegeben, es ist schon ein geiles Gef\u00fchl, in so einem Ding zu sitzen. Wir sacken noch ein paar andere G\u00e4ste ein und kurz darauf geht es bergauf zu einem Aussichtspunkt, der diesen Namen mehr als verdient hat. Hier warten wir auf die anderen Jeeps, da wir von nun an Kolonne fahren.<br>Schon bald verlassen wir die Stra\u00dfe und wechseln auf Feldwege. Mit einem normalen Auto w\u00fcrden wir hier sofort steckenbleiben. Doch die Jeeps schaffen es und ruckeln uns ordentlich durch. Der Fahrer legt Musik ein und dreht diese laut auf. St\u00f6ren tut das hier keinen. Es geht \u00fcber Felder und \u00fcberschwemmte Feldwege. Sehr zu Freuden meiner Tochter, die sich wie in einer Achterbahn f\u00fchlt. Die Fahrer treiben w\u00e4hrend der Fahrt ihre Sp\u00e4\u00dfe miteinander und \u00fcberholen sich immer wieder gegenseitig. Schnell ist man von der guten Laune angesteckt und genie\u00dft die Fahrt.<br>Erster Halt ist bei einem Imker, wo jeder Gast bulgarischen Honig probieren darf. Der Honig wird am selben Ort f\u00fcr vier Euro verkauft. Anschlie\u00dfend wird ein Luftgewehr hervorgeholt. Jeder, der will, darf schie\u00dfen.<br>Danach geht es \u00fcber unwegsame Feldwege weiter zu einer Grillh\u00fctte. Hier sitzen wir dank \u00dcberdachung im Schatten und lassen uns bewirten. Zuerst mit Getr\u00e4nken, dann mit einer Vorspeise bestehend aus Tomate, Gurke und Schafsk\u00e4se. Nun gibt es Kartoffeln, Brot und Schaschlik vom Grill.<br>Die Macher der Safari haben noch eine \u00dcberraschung parat. Sie kommen mit Instrumenten zu uns und fangen an zu musizieren. Mit Gitarre, Trommeln, Akkordeon und sogar einem Dudelsack werden bekannte Lieder nachgespielt. Sogar ein AC\/DC Medley haben sie im Repertoire. Vor allem aber k\u00f6nnen sie f\u00fcr Stimmung sorgen.<br>Danach werden wir gut gelaunt zum Hotel zur\u00fcckgefahren. Dieses Mal zu lauter Begleitung von ZZ Top Musik.<br>W\u00e4hrend der gesamten Safari hat ein Kameramann flei\u00dfig Fotos gemacht und einen Film gedreht. Jeder Teilnehmer soll auf mindestens 40 Bildern zu sehen sein. Diese Aufnahmen stehen, gegen eine Geb\u00fchr von 30 Euro, noch selben Abend per USB Stick an der Rezeption des Hotels bereit. (Anmerkung nach Betrachten der Fotos: Es lohnt sich!)<br>Nach unserer R\u00fcckkehr genie\u00dfen wir ein paar Snacks an der Poolbar. Abends genie\u00dft meine Tochter nicht nur die Kids Disco, sondern auch die anschlie\u00dfende Ballettvorf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Back to the beach<\/strong><br>Es mag daran liegen, dass wir zwei Tage nicht im Meer waren. Aber heute sind die Wellen besonders geil. Die Tochter geht als erstes (ohne Schwimmreifen) und ich folge kurz darauf.<br>Jetzt gibt es zwei M\u00f6glichkeiten: Entweder man watet durch das Wasser, bis man bis zu den Schultern drinsteht. Oder man setzt sich nach Betreten des Meeres einfach hin. Auch kleine Wellen machen auf diese Weise richtig Spa\u00df. Einige Zeit sp\u00e4ter gesellen sich Frau und Sohn dazu. Um in den Wellen zu planschen, wird man wohl nie zu alt. Ich habe mindestens genauso viel Spa\u00df wie die Kinder.<br>Daher gehen wir heute auch sp\u00e4ter als gew\u00f6hnlich auf unsere Zimmer.<br>Mittwochs ist der einzige Tag in der Woche, bei dem es in Gergana Beach Hotel keine Animation gibt. Daher muss die Tochter heute einmal ohne Kinder Disco auskommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>The Beauty and the beach<\/strong><br>Die Temperatur ist ein kleines bisschen gesunken und der Wind kr\u00e4ftiger geworden. Das hei\u00dft noch bessere Wellen als gestern. Noch schnell ein Blick auf die Fahne: gelb. Also rein in Fluten. Die Wellen brechen mit einer ziemlichen Wucht auf einen ein. Trotzdem macht es einen Heidenspa\u00df. Nur dass es aufgrund des Windes irgendwann zu kalt wird. Gl\u00fccklicherweise kommt dann aber wieder die Sonne raus. Mittlerweile h\u00e4ngt die rote Flagge. Aber die Wellen sind auch vom Strand aus ein imposanter Anblick.<br>F\u00fcr den Abend ist eine Beach Party angek\u00fcndigt. Allerdings nicht direkt bei uns. Durch den QR-Code des Plakates erfahre ich, dass die Beach Party im 1,8 Kilometer entfernten Ganvie Beach Club stattfindet. Was macht ein gutes Papa? Er geht nat\u00fcrlich mit seinem Teenager Sohn dorthin. Dieser w\u00e4re wahrscheinlich am liebsten alleine dorthin gestiefelt, aber das stand nicht zur Debatte. Wir checken nochmal die Laufstrecke auf Google Maps und machen uns auf den Weg. Auf halber Strecke will ich die Route noch einmal \u00fcberpr\u00fcfen. Doch mein Smartphone hat keinen Internetempfang. Zu weit entfernt vom Hotel wird auch nicht mal mehr der Albena Hotspot angezeigt. Endlich angekommen sind wir beide \u00fcberrascht. Um die Cocktail Bar Ganvie Beach Club tummeln sich etwa 300 Leute in bester Partylaune vor einer am Strand aufgebauten B\u00fchne. Einen Einlass gibt es nicht. Freier Eintritt f\u00fcr alle. Es fragt auch niemand penetrant nach, ob man etwas trinken m\u00f6chte. Man kann sich hier einfach dazugesellen und Spa\u00df haben.<br>Ein DJ heizt die Stimmung an. Vor und auf der B\u00fchne toben sich die Animateure aus. Teilweise dieselben wie aus dem Gergana Beach. Unter anderem wird die Lokal-Hymne \u00bbThe Power of Albena\u00ab zelebriert.<br>Zwischen zwei Songs verk\u00fcndet der DJ, dass es gleich noch eine Feuershow geben wird. Und dass am Sonntag Dara bei ihnen Auftritt: Die K\u00fcnstlerin, die mit ihrem Song Bangaranga den Eurovision Song Contest f\u00fcr Bulgarien gewonnen hat.<br>Die Feuershow findet nicht auf der B\u00fchne statt, sondern direkt am Meer. Die Leute sammeln sich in einem Halbkreis um die K\u00fcnstler herum. Wer zuerst kommt, hat den besten Platz. Die anderen m\u00fcssen durch L\u00fccken in der Menge gucken. Kinder werden fairerweise nach vorne durchgelassen. Die imposante Show ist relativ schnell vorbei und wir treten den R\u00fcckweg an. Denn aufgrund des morgigen Ausflugs erwartet uns heute Nacht etwas weniger Schlaf als sonst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tagesausflug M\u00e4rchenhaftes Nessebar<\/strong><br>(Erwachsene 47 Euro, Kind 30 Euro)<br>Da das UNESCO Weltkulturerbe Nessebar etwas weiter von uns entfernt ist, handelt es sich bei unserem heutigen Reiseziel um einen Tagesausflug. Zum fr\u00fchst\u00fccken im Hotel bleibt keine Zeit, daf\u00fcr durften wir uns am Abend zuvor Lunchboxen f\u00fcllen.<br>P\u00fcnktlich um 08:00 holt uns der Bus ab. Reiseleiter ist der gleiche wie bei unserem Ausflug nach Baltschik. Die Reisezeit nach Nessebar wurde im Vorfeld mit zwei bis zweieinhalb Stunden angegeben. Je nach Verkehr. Allerdings wird diese Zeit ab dem Moment gez\u00e4hlt, ab dem der letzte Passagier bei seinem Hotel abgeholt wurde. Und so sitzen wir insgesamt \u00fcber vier Stunden im Bus, bis wir in Nessebar ankommen.<br>Die Fahrt f\u00fchrt unter anderem quer durch Varna. Dabei stellen wir fest, dass dieser Ort ebenfalls sch\u00f6ne Ecken hat, die man bei anderer Gelegenheit einmal erkunden sollte.<br>Aufgrund des hohen Verkehrs (es ist Freitag) erreichen wir den Parkplatz sp\u00e4ter, als vom Reiseleiter vorgesehen. Ein entsprechendes Tempo legt er bei der F\u00fchrung vor. Flotten Schrittes geht es \u00fcber die holprigen Pflastersteinwege von Kirche zu Kirche. Die an der F\u00fchrung teilnehmenden Kinder sind gelangweilt und fangen an zu knatschen. Die Geb\u00e4ude sind wirklich eindrucksvoll und die Vortr\u00e4ge w\u00e4ren vielleicht sogar ebenfalls interessant. Aber in diesem Tempo macht das tats\u00e4chlich keinen Spa\u00df. Da stimme ich mit den Kindern \u00fcberein. Nach der F\u00fchrung geht es ins Restaurant zum Essen. Danach ist die Stimmung wieder gut. Nach einer kurzen Orientierung erkunden wir die kleinen G\u00e4sschen. Bei den L\u00e4den handelt es sich meist um immer wieder das Gleiche. Stofftiere, Spielzeug und jede Menge Krust f\u00fcr Kinder. Wir finden sogar einen Laden, der Waffen verkauft. Es gibt jede Menge Messer und sogar Totschl\u00e4ger, von denen ich mir nicht sicher bin, ob diese in Deutschland legal verkauft werden d\u00fcrften.<br>An einem Stand gibt es echte Papageien, mit denen man sich fotografieren lassen kann. 10 Euro pro Foto. Die Kinder wollen und bekommen die V\u00f6gel auf den Arm gesetzt. Danach wird mehrfach fotografiert und wir d\u00fcrfen eines ausw\u00e4hlen. Das Ergebnis wird vor Ort auf Fotopapier ausgedruckt und kann gleich mitgenommen werden. Die Bilder sind sehr sch\u00f6n geworden und haben sich als Erinnerung auf jeden Fall gelohnt.<br>Sehr zu meiner Freude entdecke ich einen Stand mit Heavy Metal T-Shirts. Die Auswahl ist bombastisch. 15 Euro das St\u00fcck. Nat\u00fcrlich handelt es hier um kein offizielles Merchandise, aber das St\u00f6bern macht trotzdem Spa\u00df. Die R\u00fcckfahrt dauert gl\u00fccklicherweise nicht so lange wie die Hinfahrt. Vor allem, da wir alle einen Teil davon verschlafen. So sind wir rechtzeitig zum Abendessen und anschlie\u00dfender Kids Disco im Gergana Beach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vamos a la Playa<\/strong><br>Ein st\u00e4rkerer Wind sorgt von Anfang des Tages an f\u00fcr einen herrlichen Wellengang. Zum Ansehen. Die rote Flagge ist dauerhaft gehisst. Als der Wind die Wolken vertreibt, kommt die Sonne raus. Nun haben die Rettungsschwimmer ordentlich was zu tun. Die Wellen haben noch immer die gleiche Intensit\u00e4t. Nur dass jetzt viele Leute trotz roter Fahne ins Meer springen. Somit wird die Trillerpfeife der Rettungsschwimmer zu einem dauerhaften Ger\u00e4usch am Strand.<br>Also beschr\u00e4nken wir uns heute darauf, die F\u00fc\u00dfe ins Wasser zu stecken und einen Damm zu bauen. Von diesem bleibt allerdings bereits nach kurzer Zeit nichts mehr \u00fcbrig.<br>Nach der abendlichen Kids Disco steht das Wort \u00bbSuperman\u00ab auf dem Programm. Hier suchen die Animateure Freiwillige aus dem Publikum, die in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten m\u00fcssen. Der Abend wird unterhaltsam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tschu Tschu Darara<\/strong><br>Da der Tochter \u00fcber Nacht schlecht wurde und kaum geschlafen hat, kommt es zu einer spontanen Plan\u00e4nderung. Heute keinen Strand, die Fahne ist ohnehin immer noch rot.<br>Stattdessen entscheiden wir uns f\u00fcr eine Fahrt durch Albena mit dem Z\u00fcgchen. F\u00fcr f\u00fcnf Euro pro Person rollen wir knapp eine Stunde lang durch Albena. Bei dem Tempo bleibt genug Zeit, um sich alles anzusehen und mit der Gegend vertraut zu machen.<br>Abends teilen wir uns auf. W\u00e4hrend Frau und Tochter zur Kinder Disco aufbrechen, mache ich mich mit meinem Sohn auf zur Ganvie Beach Club. Um 20:30 geht es los. Ein Team aus zwei DJs haut den etwa eintausend anwesenden Leuten fette Tanzbeats um die Ohren. Leider schaffen sie es immer wieder, in die Songs reinzuquatschen. Eine Stunde sp\u00e4ter betritt Dara die B\u00fchne. Schreiende Kinder und kreischende Teenies bei Konzerten hatte ich selbst bisher noch nicht erlebt. Aber das \u00e4ndert sich heute Abend. Die S\u00e4ngerin ist durch den Sieg beim Eurovision Song Contest 2026 zu so etwas wie einer Volksheldin geworden. Die Performance ist sehr solide und dauert 45 Minuten. Dara holt Fans auf die B\u00fchne und spricht viel mit dem Publikum. Da ich kein bulgarisch kann, verstehe ich aber kein Wort. H\u00f6hepunkt ist nat\u00fcrlich der Abschluss-Song Bangaranga, der hermetisch von den Fans gefeiert wird.<br>Nach der Show gehen mein Sohn und ich zum Hotel zur\u00fcck. Wir sind uns beide einig, dass es die Sache wert war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Born to be wild<\/strong><br>Es geht kaum ein L\u00fcftchen. Trotzdem sind die Wellen hoch und die Fahne rot.<br>Nach einem ausgiebigen Sonnenbad wechselt die Fahne auf Gelb. Ein Kondensstreifen, der mein Sohn ist, st\u00fcrzt sich in die Fluten, ich hinterher. Bei bester Wassertemperatur toben wir uns so richtig aus. Sp\u00e4ter versuchen wir uns wieder an einem Damm, den wir dieses Mal in weiser Voraussicht etwas h\u00f6her anlegen. Abends gibt es nach der Kinderdisco wieder eine Tanzvorf\u00fchrung. Dieses Mal zu Rockmusik. \u00bbBorn to be wild\u00ab nennt sich die Show, bei der vier h\u00fcbsche M\u00e4dels zu Musik von AC\/DC, Guns n Roses, Janet Jackson und Aerosmith tanzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Es wird schaumig<\/strong><br>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck brechen wir auf zum Basar von Albena. Direkt von der Strandpromenade aus zu erreichen und komplett \u00fcberdacht. In verschiedenen L\u00e4den gibt es Klamotten, Souvenirs, Badesachen, Spielzeug und jede Menge anderen Krust. Nur macht hier das Durchschlendern tats\u00e4chlich Spa\u00df. Allerdings laufen einem die Verk\u00e4ufer schon recht penetrant hinterher und lassen nicht locker, bis man sich aus dem entsprechenden Laden herausgearbeitet hat. Fanartikel gibt es haupts\u00e4chlich von Fu\u00dfballern oder Figuren aus Kinderserien. Nat\u00fcrlich keine Originale, daf\u00fcr aber preislich sehr erschwinglich. Neben den ganzen Fanartikeln von Fu\u00dfballern und Automarken entdeckt mein Sohn eine Tasse mit einem Foto von Adolf Hitler und entsprechender Symbolik. Man fragt sich echt, mit welchen Absichten hier manche Leute Urlaub machen.<br>Etwas versteckt befindet sich der Eingang zu einem Nachtclub, ge\u00f6ffnet von 22 bis 5 Uhr.<br>Nach dem Hin- und R\u00fcckweg verbringen wir ein paar faule Stunden am Strand.<br>Abends nach der Kinderdisco hat das Gergana Beach Hotel noch ein weiteres Event. Eine Schaumparty. W\u00e4hrend Tanzbeats aus den Boxen dr\u00f6hnen, schleudert eine Maschine Schaum \u00fcber die K\u00f6pfe der tanzenden Menge. Hier bekommt der Begriff \u00bbFeuchtfr\u00f6hlich\u00ab eine v\u00f6llig neue Bedeutung. Sohn und Tochter sind voll mit im Geschehen dabei und haben ganz offensichtlich Spa\u00df. So geht es auch den anderen Kindern und Erwachsenen, die bei diesem schaumigen Event so richtig abfeiern. Der Abschluss Song ist, wie k\u00f6nnte es anders sein, \u00bbThe Power of Albena\u00ab. Nach ca einer halben Stunde ist alles vorbei. Die Kinder sind ausgepowert, gl\u00fccklich und dankbar f\u00fcr die mitgebrachten Handt\u00fccher. Ein w\u00fcrdiger Abschluss f\u00fcr unseren Urlaub.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Letzter Tag<\/strong><br>Heute ist der letzte Tag. Der Online-Check-in f\u00fcr den Flug funktioniert reibungslos. Was daran liegt, dass ich mir den Vorgang gemerkt habe. Eigentlich hatte ich f\u00fcr genau diesem Zweck von Schauinsland einen QR-CODE aufs Zimmer bekommen. Aber nach Aufrufen der entsprechenden Seite wird erstmal nach einem Kundenkonto gefragt. Also bleibe ich lieber bei der bew\u00e4hrten Methode.<br>Die Dame an der Rezeption kann mir anhand meiner Zimmernummer sofort sagen, wann morgen unser Bus zum Flughafen f\u00e4hrt. Dieselbe Information erreicht mich sp\u00e4ter auch per Mail von Check24. Ich f\u00fchle mich gut vorbereitet.<br>Beim Fr\u00fchst\u00fcck verteilt die Tochter Geschenke an ihre Lieblingsbedienungen. Und bekommt doch tats\u00e4chlich ebenfalls Geschenkchen. Die ganze Knuddelei und das viele Anl\u00e4cheln der letzten 14 Tage war also nicht gespielt, sondern v\u00f6llig echt. Das gibt dem Ganzen nochmal eine pers\u00f6nlichere Note.<br>Am n\u00e4chsten Morgen geht es f\u00fcr uns fr\u00fch los. Zu fr\u00fch zum fr\u00fchst\u00fccken. An der Rezeption warten beim Check out Lunchpakete auf uns.<br>Der Flughafen in Varna ist um einiges kleiner als der in Frankfurt. Entsprechend schnell k\u00f6nnen wir die Koffer aufgeben und durch die Handgep\u00e4ckkontrolle kommen. Der Flieger ist schneller als erwartet, so dass wir bereits kurz nach elf in Frankfurt landen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Fazit bleibt, dass wir einen sehr sch\u00f6nen Urlaub in einem tollen Land und in einem super Hotel hatten. Die n\u00e4chste Reise wird auf jeden Fall wieder \u00fcber Check24 gebucht. Generell f\u00fchle ich mich bei Schauinsland ebenfalls gut aufgehoben. 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